nachgefragt mit Andreas Niedrig

"Seit ich zwölf war, nahm ich Drogen, zuerst Haschisch, dann Speed und Koks, die letzten Jahre Heroin. Ich ballerte mir eigentlich ständig Stoff in den Körper. Die meisten Junkies kommen mit einem Gramm Heroin pro Tag aus. Ich brauchte zum Schluss fünf Gramm. Entweder ich besorgte Geld oder Stoff oder drückte oder schlief. Ich habe auf der Straße gelebt wie ein Penner, ich habe geklaut, betrogen, Autos geknackt. Meine Frau hat mich mehr als einmal bewusstlos auf der Toilette gefunden, die Nadel im Arm.“

(Andreas Niedrig in DIE ZEIT 38/2000)

Ungeschminkt erzählt Andreas Niedrig von einer Zeit, in der er ganz nah am Abgrund stand, in der das Leben für ihn keinen Sinn mehr hatte.Doch Andreas Niedrig hatte Glück – und kam aus dieser selbst erwählten Hölle heraus. Er machte eine Therapie, Hilfsarbeiterjobs, und gab seinem Leben wieder ein Ziel: Erst Triathlon – und dann der Ironman. Das sind 3,8 km Schwimmen, 180km Radfahren, 42km Laufen. Über Jahre hinweg war Andreas Niedrig einer der weltbesten Triathleten und wurde durch sein Buch „Vom Junkie zum Ironman“ und die Verfilmung seines Lebens als Kinofilm bekannt. Dabei geht es ihm nicht um seinen Sport, sondern darum, jungen Menschen das wahre Gesicht von Abhängigkeit zu zeigen.

nachgefragtmit Andreas Niedrig, 19.03.2011, 18.30 Uhr, Messe Freiburg

Das Gespräch findet in Kooperation mit der fit-for-life Messe statt.