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nachgefragt mit Vivien Costanzo

erstellt am | nachgefragt-News

am Donnerstag, 22. Oktober 2026 um 19 Uhr, Rotteck-Gymnasium

Europa beginnt für sie nicht in Brüssel, sondern in der eigenen Familie. Ihr Großvater kam in den 1960er-Jahren als italienischer Gastarbeiter nach Deutschland. Sie selbst besitzt die deutsche und die italienische Staatsbürgerschaft.

Geboren 1990, gehört sie zu einer Generation, für die ein Wochenende in Frankreich und offene Grenzen ziemlich selbstverständlich sind. Mit 16 traf sie dann eine Entscheidung, die unter Jugendlichen aktuell eher Seltenheitswert hat: Sie trat in die SPD ein.

Sie studierte Wirtschaftsrecht, arbeitete im Bundestag und beschäftigte sich früh mit der Frage, wie Menschen über Grenzen hinweg zusammenkommen. Seit 2024 macht sie das als Abgeordnete im Europäischen Parlament – und kümmert sich dort unter anderem um Verkehr, Arbeit und soziale Fragen. Also um Europa jenseits der großen Gipfel: um Züge, die an Grenzen nicht halten sollten, um Arbeitsplätze und um die Frage, wie viel Europa eigentlich in unserem Alltag steckt – und wie viel Alltag in Brüssel ankommt. Denn Europa klingt oft nach Kommission, Parlament und Richtlinien – bis der Zug ausfällt oder wir plötzlich wieder unseren Pass an der Grenze vorzeigen müssen.

Wie nah oder fern uns Europa tatsächlich ist, wollen Mia Opferkuch und Jonathan Pulkowski am Donnerstag, 22. Oktober, um 19 Uhr von Vivien Costanzo wissen.

Wir sprechen mit ihr über eine Volkspartei, die plötzlich keine mehr ist, über Freiburg und Brüssel, über offene Grenzen und schwierige Kompromisse, über Politik zwischen großen Ideen und ganz konkretem Alltag – und darüber, was Europa für eine Generation bedeutet, für die Europa eigentlich immer schon da war.