Naturwissenschaft, Informatik und Technik (NIT)



Das Fach NIT
Technik ist heute ein wesentlicher Bestandteil der Allgemeinbildung. Sie eröffnet nicht nur vielfältige berufliche Perspektiven, sondern wird auch zukünftig unsere Lebenswelt maßgeblich prägen: Themen wie Energieversorgung und -nutzung, Digitalisierung, Mobilität, Verteidigungsfähigkeit durch Drohnen, Internet of Things (IOT) und Künstliche Intelligenz (KI) gehören zu den zentralen gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen unserer Zeit.
Um diese Zukunft verantwortungsvoll mitzugestalten, brauchen wir technisch aufgeklärte Bürgerinnen und Bürger ebenso wie reflektierte Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger.
Das Fach NIT greift diese Anforderungen auf und orientiert sich an den 21st-century-skills der OECD (4 x K: Kommunikation, Kooperation, Kritisches Denken und Kreativität) die sich in den Leitlinien für den NIT-Unterricht widerspiegeln:
- Forschung gestalten,
- Produkte entwickeln,
- Projekte organisieren und
- Technologien bewerten.
Der NIT-Projektunterricht fördert so selbstständiges, kooperatives und anwendungsbezogenes Lernen. Schülerinnen arbeiten in halbjährigen Projekten in größeren Gruppen zusammen. Dabei übernehmen Sie nach einer Qualifizierungsphase verschiedene, vorher gemeinsam festgelegten Aufgaben: Während ein Gruppenmitglied programmiert, planen beispielsweise die anderen schon die weiteren Schritte. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln technische Lösungen für Forschung und lernen zugleich, wissenschaftliche Erkenntnisse mit technischen Fragestellungen zu verknüpfen.
NIT in der Mittelstufe
In der Mittelstufe spielt auch das handwerkliche Arbeiten, insbesondere mit Holz, eine wichtige Rolle. Dieser Schwerpunkt wird im Anschluss an die Rotteck-spezifischen Praxismodule der Klassen 5 und 6 sowie den praktischen Physik-Projektunterricht in Klasse 7 weiter ausgebaut. Die Lernenden erwerben Kompetenzen im Umgang mit CAD/CAM (3D-Druck und Lasercutter), programmieren Mikrocontroller, arbeiten mit Tabellenkalkulationsprogrammen und setzen sich mit Grundlagen der Datenübertragung und Prinzipien von KI-Anwendungen auseinander. So entsteht ein schulcurricularer Aufbau, der fachliche, praktische und methodische Kompetenzen systematisch miteinander verbindet.
Zu den Projekten und Zugangsthemen gehören unter anderem Forschungsmethodik, die Grundprinzipien guten Konstruierens am Beispiel eines Krans, eine elektrifizierte Getriebemaschine, Mikrocontrollerprojekte, ein ferngesteuerter Minibot mit Funktionen des autonomen Fahrens, ein mit Machine Learning trainierter Farbsensor sowie ein Windgenerator. Den Abschluss bildet ein individuelles Projekt, in das alle in der Mittelstufe erworbenen Kompetenzen eingebracht werden können. Absprachen mit dem parallel verlaufenden Informatikunterricht schaffen zusätzliche Synergieeffekte und stärken das vernetzte Lernen.
NIT in der Kursstufe
In der Kursstufe wird der projektorientierte Unterricht mit fachlicher Vernetzung konsequent fortgeführt. Als eine der wenigen Schulen bietet das Rotteck-Gymnasium NIT sowohl als Basisfach als auch als Leistungsfach an. Gemeinsam mit der Unterrichtsentwicklung, an der auch die Schülerinnen und Schüler beteiligt sind, und mit dem Engagement der studierten Lehrkräfte versteht sich das Fach als wichtiger Baustein einer NIT-Leuchtturmschule.
Ergänzt wird der Unterricht durch thematisch passende Ausflüge, Exkursionen und Studienfahrten, etwa zur Hannover Messe oder ins holländische Wattenmeer zum Segeln. Darüber hinaus wird NIT durch Kooperationen mit außerschulischen Partnern wie der SICK AG bereichert. So erhalten die Schülerinnen und Schüler authentische Einblicke in technische Entwicklungen, berufliche Praxis und aktuelle Innovationsfelder.