Häufig sitzen Schülerinnen und Schüler in der Pause davor und fragen sich, was das alles bedeuten mag?
Als ich eines Tages zum Kunstraum ging, kam mir eine Schülerin entgegen und fragte: "Was stellen diese farbigen Formen dar?" Um die Situation nicht unnötig zu
verkomplizieren, gab ich zur Antwort: "Das, was Du siehst... und was siehst Du?".
"Was empfindest Du beim Anschauen?"
Die Schülerin aus der Gruppe wurde bedächtig und visierte noch einmal die Wandplastik an... und dann sagte sie in beschaulicher Art: "Ja, links unten ist es irdisch und organisch und entwickelt sich dann bewegt aufwärts und wird luftig und feurig und umschließt dann den blauen (wässrigen) Gegenpart nach oben hin".
Sie hatte treffsicher alles wahrgenommen, worum es bei dieser Wandplastik geht.
Die vier Elemente: Erde, Luft, Feuer und Wasser.
Der Schülerin sei hier ganz herzlich gedankt, denn sie hat mit ihrem Interesse und ihrer Äußerung vielen anderen Schülern einen Zugang zum Verstehen ermöglicht.
Wie ist das alles gemacht worden?
Thema war: Gemeinsam eine Wandplastik gestalten.
- Durch gemeinsames Besprechen und Abstimmung entsteht das, was man zu Recht als eine "Sozialplastik" bezeichnen kann. (Der Begriff "Sozialplastik" wurde zum ersten Mal vom Künstler Joseph Beuys [1921-1986] verwendet.)
- Das zweite Ziel war: Einen formalen und farbigen/komplementären Kontrast zu den vorherrschenden Farben und Formen der Innenarchitektur der Caféteria zu erreichen.
- Die Studierenden des Grundkurses fertigten in Gruppenarbeit verschiedene Entwürfe an unter Berücksichtigung der Form- und Farbgesetzmäßigkeiten.
- Demokratische Abstimmung/Wahl des besten Entwurfs.
- Zusägen und Zuschneiden der einzelnen Teilformen (aus Styropor-Blöcken) in Gruppenarbeit. Man benutzt Sägen, Teppichcutter, Raspeln und Feilen.
- Bemalung mit modulierten Farbtönen, Gruppenarbeit.
- Gemeinsame Anbringung der Formen.
Viel Freude...
Alexandra Scholl
Artikel mit allen Bildern als PDF-Datei:» Wandplastik










