Nachgefragt mit Michael Jürgs

|| am Mittwoch, 13.06.012 um 18:30

Michael Jürgs ist unbarmherzig: gegenüber Professoren mit Nazi-Vergangenheit, gegenüber Kinderschändern, gegenüber Dieter Bohlen, Mario Barth und der Verblödung der Gesellschaft. Seine Waffe: das Wort. Mit 23 bei der "Münchner Abendzeitung", mit 31 als Ressortleiter beim "Stern", mit 41 als dessen Chefredakteur. Dann wird er gefeuert - von einem auf den anderen Tag. Eine psychische Wunde, er fällt in Depression, flieht in die Karibik, und startet eine zweite Karriere: als Bestsellerautor, oder wie die "Süddeutsche" sagt: Deutschlands "vielleicht vielseitigster und bester Sachbuchautor".
Seine Wunde schließt sich erst, als der Stern ihn 1999 zurückgewinnen möchte. Er sagt "nein". Der „Spürhund ohne Rast und Ruh“, Ex-Moderator der NDR-Talkshow und passionierte Tennisspieler ist auch so einer der profiliertesten Journalisten, die Deutschland zu bieten hat.

Und wir versprechen: Wer Deutschland-Holland sehen will, wird auch bei uns nichts verpassen.

Martin Walter

Michael Jürgs (Foto von Marc Theis, info@marctheis.de)