Im Halbfinale ereignete sich ein Spiel, das an Nervenkitzel und Dramatik kaum zu überbieten war. Nach den vier Einzeln stand es 2:2 Punkte und 4:4 Sätze. Julian Tecklenborg spielte in einer ruhigen und abgezockten Art und Weise, sodass er sicher den Sieg nach Hause fuhr. Jason Oelsner besiegte einen vom Papier her höher eingestuften Gegner mit seiner druckvollen Vorhand und klugen Netzangriffen in zwei Sätzen. Fabian Rohrbach spielte gut mit seinem Gegner mit ohne jedoch an diesem Tag reale Siegchancen zu haben. Tobias Dreher gab trotz Schmerzen alles und konnte den Großteil des Publikums durch die spektakulär gewonnenen Punkte auf seine Seite ziehen. Am Ende musste er jedoch seinem beinahe fehlerfrei spielenden Gegner den Vortritt lassen.
Im Doppel, die die Entscheidung bringen mussten, trat Nikolai Kirner anstelle von Julian Tecklenborg an und machte seine Aufgabe hervorragend. Durch seine sicheren Grundlinienschläge und die mutig und technisch eleganten Netzattacken von Fabian Rohrbach konnte der erste Satz, etwas überraschend deutlich aber verdient, mit 6:2 gewonnen werden. Im zweiten Satz wurden die Gegner aus Mannheim immer stärker und die Jungs vom Rotteck konnten ihr großartiges Spiel vom ersten Satz nicht ganz aufrecht halten, was letztlich einen Satzverlust mit 4:6 zur Folge hatte. Im Match-Tie-Break kochte die Spannung über als sich Fabian Rohrbach ein Herz nahm und gemeinsam mit Nikolai Kirner zwei Matchbälle mutig abwehrte. Nachdem sie dann selbst einen Matchball vergaben, blieben sie ihrer Linie treu, in die eigenen Fähigkeiten zu vertrauen, und gingen dadurch verdient als Sieger vom Platz.
Nun galt es noch irgendwie das Doppel eins zu gewinnen, was lange Zeit auch danach aussah. Tobias Dreher und Jason Oelsner, die ähnlich gut wie Fabian Rohrbach und Nikolai Kirner harmonierten, führten bereits mit 7:6 und 5:2 und mussten am Ende doch den Gegnern aus Mannheim nach hartem Kampf mit 7:6/6:7/7:10 zum Gesamtsieg gratulieren. Es fehlten am Ende lediglich zwei Spiele.
Auch wenn die Jungs zunächst enttäuscht waren so knapp am Finale vorbeigeschrammt zu sein, ließen sie sich nach einiger Zeit den Spaß am Beisammensein nicht verderben und freuten sich auf den nächsten Tag, an dem sie den 3. Platz sicherten.
Ein besonderer Dank gilt den sehr engagierten Eltern. Des Weiteren bedanke ich mich bei Max Gathemann, der am Dienstag für mich die Betreuung auf Lehrerseite übernahm und möchte zum Schluss den Jungs vom Rotteck folgendes auf den Weg geben:
Macht weiter so! Das nächste Jahr greifen wir wieder mit zwei Mannschaften an!
Fabian Haag








