Bisherige Inhalte
Das Rotteck-Gymnasium ist mit etwa 940 Schülerinnen und Schülern eine der großen Schulen der Stadt Freiburg. Benannt nach dem nicht ganz unumstrittenen badischen Demokraten Karl von Rotteck (1775-1840) existierte die 1841 gegründete Schule an verschiedenen Standorten in Freiburg und zog 1970 in das architektonisch auffällige, heutige Gebäude um.
In den vergangenen Jahren hat das Rotteck-Gymnasium eine regionale Vorreiterrolle bei etlichen schulischen Innovationen übernommen. Eine frühzeitige Umstellung auf das achtjährige Gymnasium, Unterricht nicht in 45-Minuten-Stunden sondern moderner Methodik entsprechenden 90-Minuten-Einheiten sowie ein jährlich weiter optimiertes Schulcurriculum mit intensivem Methodentraining, Theaterpädagogik und gründlicher informationstechnischer Ausbildung sind nur einige der deutlich spürbaren Bemühungen, Schule zu einer besseren Schule zu machen.
Organigramm/Organisationsplan des Rotteck-Gymnasiums
Das Rotteck-Gymnasium Freiburg: traditionell innovativ!
Als Gymnasium, das als Pilotschule die verkürzte Gymnasialzeit - G 8 - bereits 2001 einführte, widmen wir uns intensiv allen fachlichen, schulorganisatorischen und pädagogischen Fragen, die es im Rahmen einer verkürzten Schulzeit zu bedenken gilt. Von besonderer Bedeutung sind für uns die Team-Bildung (z.B. bereits vor Beginn des Folgejahres feststehende Lehrer-Teams in Klassenstufe 5) und pädagogische Klassenkonferenzen, um Bildungsinhalte fächerverbindend abzustimmen und Absprachen mit dem Ziel der Vermeidung von Überlastungen der Schüler/-innen zu treffen (z.B. Verteilung und Umfang der Hausaufgaben, zeitliche Koordination der Klassenarbeiten). - Um unser Schulprofil im vorgegebenen Rahmen (G 8) zu schärfen und zu optimieren, werden derzeit in einer Reihe von Arbeitskreisen z.B. das soziale Lernen, schuldemokratische Institutionen (Klassenrat) und das theaterpädagogische Konzept weiter entwickelt. Wir widmen uns darüber hinaus einer profilbezogenen Ausgestaltung der Inhalte des Schulcurriculums und schenken neuen pädagogischen Konzepten wie der Erlebnispädagogik unsere verstärkte Aufmerksamkeit.
Lernen und Lehren
Lern- und Arbeitstechniken der Schülerinnen und Schüler
Zu Beginn der Gymnasialzeit werden die Schülerinnen und Schüler in die für sie relevanten Lern- und Arbeitstechniken eingeführt. Der folgende Blick in den von einem Klassen-Team besprochenen, konzertierten Lehrplan zeigt, in welchem Maße sie die Fächer durchdringen:
- sich selbst organisieren: Zeitplan, Hausaufgabenheft führen, Arbeitsplatz organisieren
- ein Heft führen
- einen Ordner anlegen
- ein Blatt einteilen
- ein Buch einbinden und beschriften
- mit Texten arbeiten: Deutsch, Religion, Erdkunde, Biologie und Fremdsprachen
- Memorieren: Deutsch (nicht nur Gedichte), Mathematik (nicht nur das Einmaleins), Fremdsprachen (nicht nur Vokabeln), Biologie (nicht nur Fachbegriffe), Erdkunde (nicht nur Städte und Länder)
- Schreiben mit dem Computer
- systematisches Bearbeiten von Hausaufgaben
- Konzentrationsübungen
Das "Lernen lernen" beinhaltet weitere Aufgaben:
- Arbeiten mit dem Wörterbuch
- Entwerfen eines ReferateVorbereiten von Klassenarbeiten
- Ausschalten von störenden und Entwickeln positiver Gedanken
- Trainieren des Kurzzeit- und des Langzeitgedächtnisses
Aktives Lernen
Bei weniger Zeit, die unserer Schulform zur Verfügung steht, ist es wesentlich, die Eigeninitiative der Schülerinnen und Schüler auch methodisch und systematisch zu fördern, indem wir ihnen die notwendigen Arbeitstechniken an die Hand geben.
Die Vorzüge aktiven Lernens sind offensichtlich: Eine intensivere Auseinandersetzung und Beteiligung erhöhen die Bereitschaft zur Aufnahme und schließlich den Lernerfolg. Neue Lerninhalte werden mit vertrauten Vorstellungen und Erfahrungen leichter verknüpft, und die Behaltensquote wird deutlich gesteigert.
Aktives Lernen erspart Zeit und verbessert das Lernklima.
Soziales Miteinander
Das Rotteck-Gymnasium bietet neben den vielfältigen Facetten des Unterrichts, der auch Klassenfahrten, Exkursionen und Firmenbesuche beinhaltet, auch eine große Anzahl von Arbeitsgemeinschaften und Projektgruppen. Der Alltag in der Schule wird aber auch durch Mittagsbetreuung für die Klassen 5 und 6 sowie eine Schüler-Arbeitsbibliothek und eine Cafeteria bereichert
Soziale Kompetenz gewinnen die Schüler und Schülerinnen im Allgemeinen durch eigene Erfahrungen, aber auch, nicht minder wichtig, durch das Lernen am Modell und durch Kommunikation.
Im Lebensabschnitt der Gymnasialzeit ist soziales Lernen von außerordentlicher Bedeutung,
- weil soziale Fertigkeiten in der Pubertät grundsätzlich neu erlernt werden müssen und
- weil es Kinder und Jugendliche gibt, deren Familien sie mit weit weniger sozialen Fertigkeiten ausstatten als dies zum Erreichen entscheidender Lernziele notwendig wäre.
Nicht zuletzt deshalb widmen wir uns ausgiebig dem Theaterspiel. Theaterspielen fördert die soziale Kompetenz wie kein anderes Fach. Zunächst ist es eine Gruppenarbeit, bei der jeder Einzelne auf den Anderen angewiesen ist, und deren Erfolg, zweitens, entscheidend davon abhängt. Das soziale Klima der Theaterarbeit wird durch Mitverantwortlichkeit für den Gruppenprozess und Hilfsbereitschaft gegenüber den Mitschülern bestimmt, deren Einübung und Stabilisierung ihr erklärtes Ziel ist. Darüber hinaus werden Lernprozesse in Gruppen gefördert.
Oder im Rahmen der Arbeit der Schülermitverantwortung (SMV): Ob durch die Übernahme von Ehrenämtern oder durch die Ausbildung zum Mentor -- etwa in der Hausaufgabenhilfe, bei den Streitschlichtern und im Skisport -- überall steht die Stärkung sozialer Kompetenz vorne an.
Fächerschwerpunkte
Zum Profil einer Schule gehören auch Schwerpunkte im unterrichtlichen Angebot. Als allgemein bildendes staatliches Gymnasium bietet das Rotteck-Gymnasium im sog. sprachlichen Profil das Fach Italienisch, fördert im naturwissenschaftlichen Bereich mit dem vorab eingeführten "neuen" Fach NwT (Naturwissenschaft und Technik) technische und forschende naturwissenschaftliche Anlagen und bietet mit dem sogenannten Sportprofil eine in der Freiburger Schullandschaft besondere Fördermöglichkeit für junge Talente.







